Leitungswasser trinken für die Umwelt

Volksfest 27.06.2019

Wasserwende: „Wasserquartier Labertal“ eines von zwölf Projektgebieten in Deutschland

 

Der Wasserzweckverband möchte eine „Wasserwende“ einleiten und die Menschen vom Trinkwasser aus der Leitung über-zeugen. Das Versorgungsgebiet der Rottenburger Gruppe wurde nun als „Wasserquartier Labertal“ in das Projekt „Wasserwende“, das vom Bundesumweltministerium gefördert wird, aufgenommen. Um auf das Thema Leitungswasser aufmerksam zu machen, sind verschiedene Aktionen geplant. Der Startschuss ist mit einer lustigen Video-Aktion zum Volksfestauftakt am Donnerstag gefallen.


An einem Stand informierte der Verein „a tip: tap“ (deutsch: „ein Tipp: Leitungswasser“), der das Projekt „Wasserwende“ initiiert
hat, gemeinsam mit Wasserzweckverband der Rottenburger Gruppe über das Thema Leitungswasser. Nach dem Motto „Überrasch deine Leber: Trink Wasser!“, versuchten die Verantwortlichen die Volksfestbesucher vom Leitungswassertrinken
zu überzeugen. Gleichzeitig wurde für die Mitmach-Aktion geworben und die ersten Videos gedreht. Auch die Lokalprominenz
hat sich am Donnerstag an der Aktion beteiligt. Dafür nahm jeder vor laufender Kamera einen großen Schluck Leitungswasser in
den Mund und sagte „mach’s einfach, trink Leitungswasser“. Mit Wasser im Mund gestaltet sich das äußerst schwierig – umso lustiger ist dafür das Video. Die kurzen Filme, die am Donnerstag gedreht wurden, veröffentlicht „a tip: tap“ am 3. Juli. Man
kann ein solches Video aber auch selber drehen und auf Facebook, Instagram, Youtube oder TikTok unter dem Hashtag #machseinfach posten und sich so an der Aktion beteiligen.


„Einfacher“ Umweltschutz


Damit hoffen die Projektverantwortlichen, eine „Leitungswasser-Welle“ in Gang zu setzen. „Mach’s einfach“ sei einerseits als Aufforderung gedacht. Die geposteten Videos sollen andere dazu bringen, Leitungswasser zu trinken und auf Mineralwasser
aus Plastikflaschen zu verzichten, erklärt Stefanie Zillner von „a tip: tap“. Außerdem sei es „einfach“, auf Leitungswasser umzusteigen und dadurch auch einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Man kann es sich auch „einfach machen“, und auf das Wasserkästenschleppen verzichten. Wenn man Leitungswasser statt gekauften Wasser trinkt, spare man also Zeit
und Schweiß, betont Carmen Heilmaier von „a tip: tap“. Leitungswasser spart Geld Sie sieht noch weitere Vorteile:
Wer Wasser aus der Leitung statt einer Plastikflasche trinkt, spare Plastikmüll und CO2-Emissionen würden verringert, weil der Transport von Flaschen wegfällt. Außerdem könne man Geld sparen: Ein Liter Leitungswasser koste etwa fünf Cent; für einen Euro bekomme man also 200 Liter Trinkwasser.
„A tip: tap“ setzt sich seit über zehn Jahren für Leitungswasser ein. Im Rahmen des Projektes „Wasserwende“ sollen die Menschen mit Aktionen und Veranstaltungen zum Leitungswasser-Trinken animiert werden. Diese Aktionen sollen etwa
von Behörden, Schulen, Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen und Vereinen organisiert werden. Hier ist der Verein noch auf der Suche nach lokalen Partnern und ehrenamtlichen Helfern. Man wolle unbegründete Ängste vor Leitungswasser abbauen, erklärt Julian Fischer von „a tip: tap“. „Die Menschen sollten eine positive Einstellung zum regionalen Produkt Leitungswasser
entwickeln“, erklärt er.
Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt „Wasserwende“, das bis Ende April 2022 läuft, in zwölf Modellregionen. Das Versorgungsgebiet des Wasserzweckverbandes der Rottenburger Gruppe ist als „Wasserquartier Labertal“ eines davon.
Der Wasserversorger ist Projektpartner vor Ort. Koordiniert wird das Ganze von „a tip: tap“. Außerdem wird es eine lokale Aktionskraft geben, die sich um die Umsetzung im Wasserquartier kümmert.
Marlene Gruber, Projektkoordinatorin für Landwirtschaft und Grundwasserschutz, freut sich, dass die Bewerbung des Zweckverbandes für das Projekt erfolgreich war. „Nun wird bundesweit für das Produkt geworben, das wir täglich an unsere Kunden liefern“, sagt sie. Ressourcen- und Umweltschutz spiele auch für den Zweckverband eine große Rolle. Außerdem schlage
das Projekt in dieselbe Kerbe wie das geplante Infozentrum „WasserWertSchätzen“ des Wasserversorgers.

 

Quelle Text+Bild: Landshuter Zeitung

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