Fracking - der Griff nach den letzten Gasvorkommen!

Trinkwasser

Fracking – der Griff nach den letzten Gasvorkommen!

Ein entsprechendes Gesetz ist in Vorbereitung – scheinbar gute Lobbyarbeit

Fracking ist eine vergleichsweise junge Art der Förderung von Erdgas und anderen Rohstoffen.

Dabei wird mit Chemikalien versetztes Wasser über entsprechende Bohrungen und unter Beimischung von Quarzsand (oder Keramikkügelchen) in den Boden gepresst, um das Gestein aufzusprengen.

Diese Pressungen reichen bis zu einer Tiefe von 5.000 m.

Um eine möglichst großflächige Wirkung zu erzielen, werden die Bohrungen auch horizontal über sehr lange Strecken geführt.

Über ein sogenanntes Steigrohr, welches mit Löchern mit einem Durchmesser von 30 – 40 cm perforiert ist, wird hydraulischer Druck erzeugt, der Risse im Gestein entstehen lässt, durch die das freiwerdende Gas fließen kann.

Der Quarzsand hält die entstehenden Risse für den Durchfluss des Gases offen.

Das eingepresste Gemisch wird bis auf den Quarzsand und die Chemikalienreste wieder zurückgepumpt. Mit dieser salzigen braunen Brühe können auch Schwermetalle und radioaktive Substanzen aus dem Boden gespült werden.

Die Frage, was mit diesem Dreck eigentlich passiert, ist bis heute ungeklärt.

Eine weitere unerfreuliche Nebenwirkung von Fracking, auf die Wissenschaftler unwidersprochen hinweisen, ist das mögliche Austreten von Methan, einem besonders klimaschädlichen Treibhausgas.

Diese Fracking-Technik ist hoch umstritten, den Fakt ist, dass durch das Aufbrechen von Schiefergasvorkommen in tiefen Gesteinsschichten mittels dieser Technik erhebliche Gefahren für das Grundwasser bestehen.

Dazu aus einem vorliegenden Gutachten des Umweltbundesamtes:

„Die Gefahren dieser Gasfördermethode sind nicht abschätzbar, weil keine Erkenntnisse über die hydrologischen Gegebenheiten in tiefen Gesteinsschichten vorliegen. Niemand kann vorhersagen, was mit dem Chemiecocktail passiert, der nötig ist, um Risse im Gestein zu erzeugen, aus denen dann Gas austritt und aufsteigt“.

Auch der damalige bayerische Umweltminister Marcel Huber hat sich bereits klar gegen Fracking ausgesprochen.

Warum die Bayerische Staatsregierung trotz aller Bedenken sogenannte „Erkundungslizenzen“ an verschiedene Unternehmer erteilt hat und sich gegen ein generelles Verbot wehrt, bleibt ihr Geheimnis.

Die ökonomischen Interessen (oder besser die Gier) sind anscheinend so gewaltig, dass man dem wieder einmal andere Interessen, wie die des viel wichtigeren Grundwasserschutzes, unterordnet.

Beim Thema Trinkwasser sollten die politisch Verantwortlichen jegliches Risiko ausschließen.

Sauberes Trinkwasser ist die Lebensgrundlage für uns alle. Wenn diese zerstört ist, nützen auch wirtschaftliche Erfolge nichts mehr.

Wir fordern deshalb die Bayerische Staatsregierung und die Bundesregierung auf Fracking generell zu verbieten und sich einer entsprechenden vorliegenden Gesetzesinitiative eines anderen Bundeslandes zur dafür notwendigen Änderung des Bundesberggesetzes anzuschließen.

Was wollen wir noch alles hinnehmen, um den Schmierstoff für die Geldmaschine der Energiekonzerne in Gang zu halten.

Scheinbar ist jedes Mittel, das diesem Zweck dient, willkommen.

Wann kapieren wir endlich, dass auch die Interessen derer, die nach uns kommen, geschützt werden sollten. Das kann uns doch nicht alles egal sein!

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