Glyphosat - ein giftiger Pflanzenvernichter

Bild Interessengemeinschaft

Glyphosat - ein giftiger Pflanzenvernichter

Beim Wirkstoff Glyphosat handelt es sich um einen radikalen Unkrautvernichter.

Besonders häufig eingesetzt wird dieser Wirkstoff unter dem Vermarktungsnamen Roundup. Dieses spezielle Pflanzengift ist weltweit das meist verkaufte Herbizid. Auf den Markt gebracht wurde dieses Produkt, wie so vieles, vom US-Chemiekonzern Monsanto.

Eingesetzt wird dieser Wirkstoff aber nicht nur in der Landwirtschaft, um unerwünschtes Unkrautwachstum zu verhindern, sondern in erschreckenden Mengen auch in Kleingärten und zur Unkrautfreihaltung von Wegen, Plätzen usw.

Es gibt zwar viele Anwendungsverbote, aber deren Wirksamkeit kann man schon bezweifeln oder zumindest in Frage stellen.

Die Vermarktung läuft auf Hochtouren, offensichtlich ein gutes Geschäft.

Auf die gravierenden negativen Folgen wird viel zu wenig geachtet.

Rückstände dieses „Pflanzenvernichters“ werden vielfach in verschiedenen Lebensmitteln nachgewiesen und befinden sich damit in der Nahrungskette.

Dass sich dieses Pflanzenvernichtungsmittel mittlerweile auch in der Muttermilch nachweisen lässt, wie in den Medien berichtet wurde, ist nur eine logische, wenn auch traurige Konsequenz.

Im März diesen Jahres hat die internationale Agentur für Krebsforschung, eine Untergliederung der WHO (Weltgesundheitsorganisation), den Wirkstoff als „wahrscheinlich krebserregend“ bei Menschen eingestuft.

Das BFR (Bundesinstitut für Risikobewertung) erklärte in seiner Stellungnahme dazu jedoch, dass „nicht zwangsläufig ein gesundheitliches Risiko bestehe“.

Dieses Bundesinstitut kommt deshalb auch zu einer Empfehlung an die EU, den Einsatz von Glyphosat auch für weitere 10 Jahre freizugeben.

Eine vergleichbare Wirkung ist einer aktuellen Entscheidung einer Mehrheit des Bayerischen Landtages beizumessen, einen vorliegenden Verbotsantrag abzulehnen.

Dabei sind nach Erkenntnissen der Bayerischen Staatsregierung Rückstände dieses Mittels in 60% der Fließgewässer nachweisbar.

Das wundert uns nicht, denn auch bei von uns veranlasste Analysen wurden im Boden und in den Fließgewässern Rückstände festgestellt.

Der Prüfbericht von einer Beprobung von Fließgewässern in Pfeffenhausen, Pattendorf und Allgramsdorf enthält eindeutige Aussagen.

Ein kleiner Auszug:

„An Pflanzenschutzmittelwirkstoffen sind neben anderen Glyphosat, sowie dessen Abbauprodukt AMPA bei allen drei Proben, zum Teil in hoher Konzentration, nachweisbar.“

Nachgewiesen wird dieser Schadstoff mittlerweile auch in verschiedenen Grundwasserleitern.

Wir, als ihr Wasserversorger, beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge, denn diese Gifte gefährden in zunehmendem Maße die Reinheit des Grundwassers.

Wir appellieren an alle, wenn nur irgendwie möglich, auf den Einsatz dieses Wirkstoffes zu verzichten.

Kann man das verantworten einem als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuften Wirkstoff eine Aussage eines Bundesinstitutes mit „nicht zwangsläufig ein gesundheitliches Risiko“ gegenüberstellen, um davon eine Rechtfertigung für den Einsatz dieses Mittels für weitere 10 Jahre abzuleiten?

Mit dieser Frage sollte man sich auseinandersetzen. Ganz offensichtlich wird mit unseren gesundheitlichen Risiken gespielt.

Wir können nur informieren, entscheiden müssen andere!

Sauberes Grundwasser, als wichtigste Grundlage für ein gesundes Leben, ist doch viel zu wertvoll!!!

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