Nitratbelastung im deutschen Grundwasser besonders hoch

Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 18.10.2013

Europäische Kommission

Quelle: Europäische Kommission

Im europäischen Vergleich finden sich in Deutschland und Malta die höchsten Nitratkonzentrationen im Grundwasser.

 

Das geht aus dem heute (Freitag) vorgestellten Bericht der EU-Kommission zur Umsetzung der Nitratrichtlinie hervor. Insgesamt ist die Verunreinigung der Gewässer durch Nitrate in den vergangenen 20 Jahren zurückgegangen, aber die Wasserressourcen werden noch immer durch landwirtschaftliche Quellen belastet. Dazu erklärte EU-Umweltkommissar Janez Poto?nik: „Wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, um weitere spürbare Verringerungen bei den Nährstoffeinträgen zu erreichen. Dies erfordert eine nachhaltigere und ressourceneffizientere Bewirtschaftung des Nährstoffzyklus. Insbesondere müssen wir die Effizienz des Einsatzes von Düngemitteln verbessern. Je länger wir warten, desto höher werden die Kosten für die Wirtschaft wie für die Umwelt."

 

Die Belastung der Wasserqualität durch die Landwirtschaft nimmt in einigen Gebieten immer noch zu, da einige Verfahren der Intensivlandwirtschaft stark von Düngemitteln abhängig sind. Problembereiche sind dem neuen Bericht zufolge neue Energiepflanzen, die Biogasindustrie, die Intensivierung der tierischen Erzeugung und der Gartenbau.

 

In mehreren Mitgliedstaaten und Regionen ist der Anteil der nitratbelasteten oder eutrophierten Gewässer immer noch hoch. In Deutschland und Malta sind die Probleme beim Grundwasser am größten, während die Verunreinigung der Oberflächengewässer in Malta, dem Vereinigten Königreich und Belgien am stärksten ist. Beinahe vier von zehn Seen in Europa leiden unter Eutrophierung. Besonders akut ist die Lage in den Niederlanden, wo 100 Prozent des Süßwassers betroffen ist.

 

Die ausführliche Pressemitteilung und den Bericht der Kommission an den Rat und das europäische Parlament finden Sie im Anhang.

 

 

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