Überhöhte Werte im Hochbehälter Hohenthann

Proben haben ergeben, dass im Hochbehälter Hohenthann der nach der Trinkwasserverordnung zulässige Grenzwert überschritten ist. Für den Verbraucher allerdings noch in einer unbedenklicher Höhe. Hierfür wurde durch das Gesundheitsamt Landshut eine Ausnahmegenehmigung erteilt.

 

Die Trinkwasserverordnung legt für den Wirkstoff Desethylatrazin einen Grenzwert von 0,00010 mg pro Liter Trinkwasser fest. Bei den Beprobungen wurden folgende Werte festgestellt.

 

 

Hohenthann

Desethylatrazin

im Jahr 2012

0,00012 mg/l

im Jahr 2013

0,00013 mg/l

 

 

Bei der diesjärigen Probenahme wurde das Ergebnis des letzten Jahres bestätigt bzw. es ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

 

Der Anstieg von Wirkstoffen aus Pflanzenschutzmitteln im Trinkwasser lässt sich in vielen Wassergewinnungsanlagen schon seit langer Zeit beobachten. Auf diese Entwicklung wurde von unserer Seite immer wieder hingewiesen und auch die Fachstellen wurden entsprechend unterrichtet.

 


 

Stellungnahme Gesundheitsamt Landshut

 

Die festgestellte Grenzwertüberschreitung von Desethylatrazin im Trinkwasser ist für die Gesundheit der Verbraucher unbedenklich. Die Pestizidgrenzwerte der Trinkwasserverordnung sind als Vorsorgestandards einzuordnen, bei denen die für einen Reinheitsgebotsstandard charakteristische Erwägung im Vordergrund steht, das Trinkwasser von Pestiziden weitgehend freizuhalten. Die Trinkwasserverordnung sieht eine befristete Zulassung einer Abweichung von den Grenzwerten für Pflanzenschutzmittel vor, die im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung erteilt werden kann.

 

 

 

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