Startschuss für Wasserschutzbrot Niederbayern fällt in Rottenburg

Wasserschutzweizen

Grundwasser ist die Quelle für unser Trinkwasser, daher muss es besonders geschützt werden. Beim Anbau von Getreide bringen Landwirte Stickstoffdünger in mehreren Gaben aus. Im Boden wird der Stickstoff zu Nitrat umgewandelt, das über das Grundwasser in die Trinkwasserbrunnen gelangen kann. Die Wasserschutz-Landwirte verzichten beim Anbau ihres Wasserschutz-Weizens auf die letzte Stickstoff-Gabe. Weniger Dünger bedeutet, dass weniger schädliches Nitrat in das Grundwasser gelangen kann. So schützen die Landwirte aktiv unser Trinkwasser.

Der regional und grundwasserschonend angebaute Weizen wird in einer Mühle aus der Region getrennt vermahlen und auch separat gelagert. Anschließend gelangt dieses Mehl ausschließlich zu den an diesem Projekt beteiligten Bäckereien. Aus dem weniger gedüngten Wasserschutz-Weizenmehl stellen die Bäckereien dank ihrer handwerklichen Kompetenz hochwertige Backwaren her.

Nachdem die Initiative bereits seit 2015 in Franken läuft, ist jetzt auch im Bezirk Niederbayern der Startschuss für das Wasserschutzbrot gefallen. Initiiert wurde die Aktion von Landwirt Franz Strixner. Koordiniert wird das Projekt von der Regierung von Niederbayern im Rahmen der Aktion Grundwasserschutz – Trinkwasser für Niederbayern. In den kommenden Jahren soll das Wasserschutzbrot auf ganz Niederbayern ausgeweitet werden. Interessierte Landwirt*innen, Müller*innen und Bäcker*innen können sich an folgenden Kontakt werden:

Projektleitung Niederbayern:
Reimund Neumaier
Regierung von Niederbayern
Regierungsplatz 540
84028 Landshut
Tel. 0871-808 1446
wasserwirtschaft@reg-nb.bayern.de

Uns als örtlichen Wasserversorger freut es ganz besonders, dass das Versorgungsgebiet der Rottenburger Gruppe als die Keimzelle für gelebten Wasserschutz zu erleben ist.

Das handwerkliche Geschick, die Verwendung regionaler Rohstoffe und ein Bekenntnis zur Heimat, verbunden mit der Sicherung von Arbeitsplätzen, vereinen die regionalen Wasserschutz-Bäckereien – zusammen mit den Landwirten, den Wasserversorgern und den Mühlen – innerhalb dieses außergewöhnlichen Projekts.

Letztendlich entscheiden Sie als Kundinnen und Kunden an der Ladenkasse mit Ihrem Kaufverhalten darüber, wie Produkte erzeugt und verarbeitet werden. Deshalb von uns der Appell: Seien Sie sich bewusst, welche Macht Sie als Konsumentin oder Konsument bei jeder Kaufentscheidung haben!

Weitere Informationen gibt’s unter: https://wasserschutzbrot.de/

Quelle Text: wasserbrot.de